Schuh’n lay – das sensomotorische Einlagensystem mit Klett-Technik

4. Vorgehensweise

» Diagnose
Untersuchung der gesamten Körperstatik aufsteigend von den Füßen über das Sprunggelenk zu den Knien, Hüfte/Becken, Wirbelsäule, Kiefergelenk. Identifikation von Asymmetrien und Fehlstellungen als Ursache für Beschwerden (z.B. Knickfuß als Ursache für Schmerzen im Knie). Zur Untersuchung der belasteten Füße empfiehlt es sich den Patienten auf ein Podometer zu stellen.

» Anpassung von Schuh‘n lay Einlagen

  1. Während der Patient barfuß auf dem Podometer steht werden die Punkte mit einem Folienstift angezeichnet an denen später die Korrekturteile gesetzt werden sollen (z.B. Metatarsale 1 u. 5, Zehenfalte, Pfannenband, etc.). Anschließend wird der gesamte Fuß mit dem Folienstift umfahren.
  2. Der Einlagenrohling wird in den Schuh des Patienten eingepasst. Der Rohling muss so sitzen, dass er nicht verrutschen kann.
  3. Die Korrekturteile werden an den angezeichneten Punkten mit der Nadelvlies-Seite nach oben angelegt. Der Einlagenrohling wird mit der Klettseite auf die Korrekturteile gedrückt. Die Korrekturteile bleiben haften. Die Einlage kann jetzt mit der Mikrofaserdecke verschlossen werden. Überstehende Korrekturteile werden am Rand entlang abgeschnitten.
  4. Die Einlage wird in den Schuh eingepasst. Falls möglich wird vorher die Innensohle des Schuhs entfernt. Der optimale Sitz der Korrekturteile kann mit folgendem Test überprüft werden. Test über die Rückenmuskulatur: Mit beiden Einlagen in den Schuhen steht der Patient vor dem Therapeuten. Der rechte Fuß wird nach vorne ausgestellt und belastet, der linke Arm wird waagerecht nach vorne ausgestreckt. Der Therapeut drückt den Arm nach unten während der Patient dagegen hält. Ist der Gegendruck kräftig und stabil, so sitzt die Einlage am rechten Fuß richtig. Zum Vergleich kann bei gleicher Fußstellung das Verfahren mit dem rechten Arm wiederholt werden. Er muss leichter nach unten zu drücken sein. Dann wird der linke Fuß getestet.